Samstag, 28. August 2010

Un paseo por Grácia y luego a la playa...

Jedes barrio ist anders und hat seinen eigenen Charakter. Auch innerhalb eines barrios gibt es eine Vielfalt von verschiedensten Orten. Gràcia hat breite Einkaufsstraßen, viele Plätze, enge Gassen - der etwas alternative Stadtteil - hier gibt es auch ein besetztes Gebäude -, deutlich ruhiger als Eixample oder das Zentrum - hier kann man leben!

Auf dem Weg nach Gràcia...



Michel hat mich heute darüber aufgeklärt, was es mit den ` auf den Vokalen auf sich hat, die es im Spanischen eigentlich nicht gibt, nur die ´ - Katalan ist eben anders, die Katalanen benutzen die ` - sie sind halt eigenwillig. Ich dachte mir heute, wer Barcelona kennt, kennt nicht Spanien
:-)
...wie gesagt, Gràcia selbst ist sehr variabel: Schöne, prachtvolle Gebäude und Plätze mit Cafes und schönen und weniger schönen Häusern...
 
Mehr kommt später - schon wieder 22:15 Uhr - ab in die Küche: heute gibt es eine Paprika-Hackfleisch-Pfanne mit Baguette... - soooo... fertig! Noch ein paar Bilder, bevor es auf das Straßenfest im barrio Sants geht...

... am Plaça de la Virreina - einer meiner Lieblingsplätze in Gràcia - nur Detailaufnahmen - den Platz gibt es im Internet...


...und wieder woanders in Gràcia...
Was Barcelona auszeichnet ist die Vielfalt der Architektur, deutlich von Gaudí beeinflusst, einerseits fantastische, gut sanierte Gebäude, die neben weniger sanierten stehen, denen man ihr Alter ansieht. Gerade diese Mischung macht es so sympathisch. Es gibt wenig prachtvolle Straßenzüge mit dazu passendem Bürgersteigt und supersauberen Straßen - dafür Staßen mit ungewöhnlichen Häuser neben 60er Jahre Bauten oder etwas morbideren und weniger sanierten, aber nicht weniger reizvollen Häusern. Die Müllabfuhr fährt hier Nachts rum, vermutlich weil dann weniger Verkehr ist und weil es dann nicht so heiß ist - wer sehr lärmempfindlich ist, muss mit Ohrenstöpseln schlafen - 2 Uhr Nachts hört man die Müllabfuhr oder auch mal Wagen, die den Sperrmüll, den man hier einmal die Woche rausstellen kann, abholen.

Sagrada família y playa Mar bella...

Spät sind wir los - an der Sagrada família entlang...


...sieht aus wie eine Baustelle - ist eine Baustelle: "Der Auftrag kam von einer konservativen Gesellschaft, die sich eine Kirche als Buße für die ganzen Sünden der Moderne wünschte. Gaudí betrachtete die Vollendung der Kirche als heilige Mission. 1894 wurde ein erster Teil der Kirche fertig gestellt. 1926 wurde Gaudí von einer Straßenbahn überfahren und starb kurz darauf. Noch heute arbeiten Handwerker an ihrer Vollendung. Es bestehen Hoffnungen, dass die Kirche in den 2020er Jahren fertig wird." (aus "Barcelona" - lonely planet)

...dieser Ort scheint der touristischste zu sein: viele Reisebusse um die Kirche herum, 1000e von Touris aus der Straße, Tourishops unterschiedlichsten Niveaus, Schlangen vor den Kassen (12 € Eintritt). Da wir spät dran waren, gab`s nur die Besichtigung von Außen - von Innen vielleicht die nächsten Tage oder 2011 :-) Aber auch von Außen ist die Sagrada família faszinierend aufgrund des unglaublichen Detailreichtums...



...bei der Sagrada...







...eine der beliebtesten Metrostationen: Publenou - die an unserem Strand am Nahesten gelegene Station - zu Fuß dann noch mal 10 Minuten, nach 8 Minuten sieht man Wasser - und das Herz geht auf...

Gut zwei Stunden waren wir am Strand, wieder gute Wellen heute, perfektes Wetter, ein superheisser Tag, recht gut - und teilweise auch recht ansehnlich - besucht, wie immer total entspannend...


...der Weg zurück...


...die Alternative zur Metro zum Strand ist der Bus 14 - eine kleine Stadtrundfahrt mitten durch die City über Rambla, Plaça de Catalunya direkt in die Carrer de Casanova bis vor Michels Haus (50 Minuten Fahrt - die Metro braucht 30 Minuten).

Auf dem Weg zur Bushaltestelle kommt man am Cementiri de l´Est vorbei, an dessen Mauern lilafarbene Blüten herum klettern. Der Friedhof wurde aus Hygienegründen 1773 außerhalb der Stadtgrenze angelegt. Dort steht auch die Skulptur El Petó de la Mort (Der Kuss des Todes): ein Skelett mit Flügeln, das einen knienden, aber leblosen jungen Körper küsst. Leider war der Friedhof bei unserem Rückweg schon zu - demnächst möchten wir dorthin... oder 2011 :-)

Der Bus...


...und wieder zu Hause - gegenüber mal Licht, scheint neu vermietet...
...wie immer ein spätes Essen, heute mal nicht Pollo, sondern Spaghetti... und der Espresso dann um 0 Uhr, um dann noch ein Stündchen um die Häuser zu ziehen...

Freitag, 27. August 2010

...un año el tiempo de espera?

Aus einer Email an eine Freundin:

"...ja hab schon vom wetter bei euch gehört. das ist einer neben anderen gründen, warum ich mich hier so wohl fühle. ich finde es überhaupt nicht schlimm, etwas fertig und schlapp von der hitze zu sein, nach dem duschen schnell wieder zu schwitzen und eigentlich immer ein leicht feuchtes t-shirt zu tragen.


es ist wirklich eine andere realität hier, ich bin gedanklich ganz weit weg von hannover und noch mehr von der arbeit in wunstorf oder von der ausbildung.

da fliegen gedanken durch den kopf - ganz hier her wäre heftig - ein jahr auszeit absolut denkbar - wohnung aufgeben, vorher geld sparen, dass es für 3 monate reicht und dann hier was arbeiten, kaffee verkaufen, deutsche nette touristen an besondere stellen von barcelona führen oder irgendwas anderes - in wunstorf sich ein jahr unbezahlt freistellen lassen.

ich werde zumindest spanisch forcieren und mich intensiv mit der stadt barcelona und den besonderheiten auseinandersetzen - der nächste urlaub hier und auch zwei wochen sprachkurs sind garantiert. ich möchte auch mal zu einer schlechteren jahreszeit herkommen, um zu sehen, wie ich dann mit der stadt zurecht komme. klar, wenn man hier auch arbeiten muss, dann ist das was anderes als urlaub oder auch zwei wochen sprachkurs, aber - und das bestätigt mir michel - was deutlich angenehmer ist, sind die rahmenbedingungen des lebens. eine seite, die bcn auch auszeichnet ist die freude, lebenslust und freundlichkeit der menschen hier. ich hab hier noch keine gewaltszene zwichen menschen erlebt. ich könnte jetzt schon abkotzen, wenn ich mir "die deutsche mentalität" (sehr verallgemeinert, aber dennoch für mich zutreffend) vorstelle: überkorrekt - zu wenig humor, zu wenig spontan, zu wenig sonne im herzen... (ich höre schon reaktionen, wenn man die auszeit-idee erzählt: "du wirst älter", "bedenke deine rente" usw. - und ich kotze jetzt schon ab, hihi).

na - ich komme wieder. ich weiss aber auch, dass die auszeit-idee nicht absolut unrealistisch ist, zumal meik sofort in diese stadt verliebt war und er auch mit spanisch anfängt und mit mir wieder hier her möchte...

an dich denke ich schon mal :-)

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Heute kommen wir nicht los, daddeln rum, frühstücken spät und sind schlapp, weil es hier gerade heisser wird - egal: jetzt starten wir - eine kleine Runde an der Sagrada família vorbei und dann... zum Strand!

El reloj de arena se está ejecutando - el flujo de pensamientos ...

"Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues daran sein, sondern jeder Schmerz und jede Lust und jeder Gedanke und Seufzer und alles unsäglich Kleine und Große deines Lebens muß dir wiederkommen, und alles in derselben Reihe und Folge – und ebenso diese Spinne und dieses Mondlicht zwischen den Bäumen, und ebenso dieser Augenblick und ich selber. Die ewige Sanduhr des Daseins wird immer wieder umgedreht – und du mit ihr, Stäubchen vom Staube!"
(Also sprach Zarathustra, Nietzsche)


...die Sanduhr läuft - der Fluss der Gedanken - die Sonne, das Leben, die Liebe - weitab der Realität - scheinbar Neues - unzählige Male gelebt...




...ganz von zu Hause weg? Ein Jahr Auszeit? Eher vorstellbar...


...was tun? Die Sprache weiter lernen - das Leben, wie ich es jetzt lebe und gelebt habe, noch einmal und noch unzählige Male leben - die Stadt weiter erkunden - wiederkommen...

Tomar el sol y la natación en Montgat / Badalona...

In Barcelona ist für die Tage eine Hitzewelle angekündigt. Auch aus diesem Grund und weil der Sand so schnell durch die Sanduhr läuft, werden wir zunehmend das Wetter, die Atmosphäre und die Menschen am Strand genießen.

Heute sind wir nach Montgat gefahren, das vor Barcelona liegt - immer noch Zone 1, d.h. 0,79 Cent für die Fahrt. Wir sind am Ende des Strandes von Badalona gelandet, wir hätten nach Montgat Norte fahren müssen, um zu unserem eigentlich Ziel zu kommen - machen wir die Tage nochmal... war trotzdem schön!

...uiii, sind das dicke Tauben, da rechts... - los sordos son gruesos, a la derecha... :o)

... sonst sehen wir diese Türme von der anderen Seite bei den Anderen am anderen Strand ;)

...weniger Touristen, mehr Kinder, viele Spanier...








...wir sind vom Strand zur nächsten estatión en la dirección Barcelona gelaufen und wieder mal von der Atmosphäre verzaubert worden - viele Einheimische auf der Straße, auf Bänken, in Cafes oder am Strand - schöne Häuser neben weniger schönen - während der letzten Tage öfter der Gedanke und das Gefühl, in einer anderen oder Nebenwelt zu sein -  das kurze Gespräch gestern mit Michel auf einer Teraza bei cerveza über Arbeit war schräg und hat die Erinnerung an die andere Welt wach werden lassen - einfach weiterlaufen...



...einfach weiterlaufen... immer weiter... nicht zurück...

...auf dem Heimweg...